120 Jahre Neue Wege scheinen uns ein guter Anlass, diesen Fragen nachzugehen. Dafür haben wir im Archiv gegraben und unseren Autor*innen Zitate aus unserer Geschichte zugespielt, auf die sie heute antworten. Welche Sätze aus der Geschichte sprechen uns noch an, und welche Antworten verlangen sie von uns heute?
Die Beiträge erkunden ausserdem, weshalb Gerechtigkeit die Voraussetzung für Frieden ist, und nicht bloss dessen Folge. Sie fragen, warum die Überwindung des Kapitalismus eine Macht- und keine Machbarkeitsfrage bleibt und ob Sozialismus heute gescheitert ist oder weiterhin als radikale Kritik am Kapitalismus und als Ort der Gottesliebe verstanden werden kann.
Sie gehen der Religionskritik nach, denken amor mundi, die Liebe zur Welt, politisch weiter und suchen nach einer Ökologie jenseits der Konsumierung und Aneignung indigener Spiritualitäten. Sie fragen, wie sich antifaschistische Formen der Weltgestaltung kultivieren lassen. Ein Gespräch widmet sich der Rolle von Religion in gegenwärtigen linken Debatten.
120 Jahre. Eine Zeitschrift, die ihren Namen immer wieder neu einlösen musste. Geblieben ist kein fertiges Ergebnis, sondern ein Gespräch über 120 Jahre hinweg.
Inhalt
Mit langem Atem
Matthias Hui
«Der Mensch ist heilig». Aspekte befreiender Theologie bei Leonhard Ragaz
Manfred Böhm
Glaube als politische Praxis
Neue Wege-Gespräch mit Nina, Nicola Neider und Jay Oberman
Gerechtigkeit schafft Frieden
Arne Engeli
Care im Ehrenamt. Oder: Wer trägt die Neuen Wege?
Feline Tecklenburg
Der moralische Sozialismus – ein Ort der Gottesliebe
Franz Segbers
Die Realität mitdefinieren
Franziska Schutzbach
Sprache ohne Herrschaft
Avi Girschweiler
Eine Machtfrage. Keine Machbarkeitsfrage
Charlotte Jacobs
Wider die falschen Götter
Kurt Seifert
Gekommen, um zu bleiben
Malek Ossi
Der indigene Franziskus
Bettina Dyttrich
Der Welt entgegen
Iren Meier
Anarchismus wagen
Andreas Mauz
Warum neue Wege?
Beat Dietschy
Bildstrecke
Zeitgeschichte, 120 Jahre Neue Wege
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In eigener Sache: Neue Wege in die Zukunft
In eigener Sache: Abschied und Neuanfang
Statt eines Nachrufs
Jean Ziegler (1934-2026)
Bestellung Einzelheft (52 Seiten, CHF/EUR 12.-):
Neue Wege, Administration
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