Neue Wege 5.26 120 Jahre Neue Wege

Redaktion Neue Wege, 26. August 2026
Neue Wege 5.26

Woher stammt das «Neu» in den Neuen Wegen? Was hat Anarchismus mit den Neuen Wegen zu tun? Wer kümmert sich heute eigentlich um die Neuen Wege? Wie lässt sich Leonhard Ragaz’ Verständnis des Reiches Gottes lesen, wenn wir nach einer Sprache ohne Herrschaft suchen? Und wie haben die Autor*innen der Neuen Wege 1918 über Migration geschrieben?

120 Jahre Neue Wege scheinen uns ein guter Anlass, diesen Fragen nachzugehen. Dafür haben wir im Archiv gegraben und unseren Autor*innen Zitate aus unserer Geschichte zugespielt, auf die sie heute antworten. Welche Sätze aus der Geschichte sprechen uns noch an, und welche Antworten verlangen sie von uns heute?

Die Beiträge erkunden ausserdem, weshalb Gerechtigkeit die Voraussetzung für Frieden ist, und nicht bloss dessen Folge. Sie fragen, warum die Überwindung des Kapitalismus eine Macht- und keine Machbarkeitsfrage bleibt und ob Sozialismus heute gescheitert ist oder weiterhin als radikale Kritik am Kapitalismus und als Ort der Gottesliebe verstanden werden kann.

Sie gehen der Religionskritik nach, denken amor mundi, die Liebe zur Welt, politisch weiter und suchen nach einer Ökologie jenseits der Konsumierung und Aneignung indigener Spiritualitäten. Sie fragen, wie sich antifaschistische Formen der Weltgestaltung kultivieren lassen. Ein Gespräch widmet sich der Rolle von Religion in gegenwärtigen linken Debatten.

120 Jahre. Eine Zeitschrift, die ihren Namen immer wieder neu einlösen musste. Geblieben ist kein fertiges Ergebnis, sondern ein Gespräch über 120 Jahre hinweg.

 

Inhalt

Mit langem Atem
Matthias Hui

«Der Mensch ist heilig». Aspekte befreiender Theologie bei Leonhard Ragaz
Manfred Böhm

Glaube als politische Praxis 
Neue Wege-Gespräch mit Nina, Nicola Neider und Jay Oberman

Gerechtigkeit schafft Frieden
Arne Engeli

Care im Ehrenamt. Oder: Wer trägt die Neuen Wege? 
Feline Tecklenburg

Der moralische Sozialismus – ein Ort der Gottesliebe
Franz Segbers

Die Realität mitdefinieren
Franziska Schutzbach

Sprache ohne Herrschaft
Avi Girschweiler

Eine Machtfrage. Keine Machbarkeitsfrage
Charlotte Jacobs

Wider die falschen Götter
Kurt Seifert

Gekommen, um zu bleiben
Malek Ossi

Der indigene Franziskus
Bettina Dyttrich

Der Welt entgegen
Iren Meier

Anarchismus wagen
Andreas Mauz

Warum neue Wege?
Beat Dietschy

Bildstrecke
Zeitgeschichte, 120 Jahre Neue Wege 
 

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In eigener Sache: Neue Wege in die Zukunft

In eigener Sache: Abschied und Neuanfang

Statt eines Nachrufs
Jean Ziegler (1934-2026) 

 

Bestellung Einzelheft (52 Seiten, CHF/EUR 12.-)
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